Radtour durch den Hamburger Hafen

Die Hamburg-Auskenner und der Hamburg-Cruiser auf Radtour durch den Hamburger Hafen

Um unseren Gästen auch in der kommenden Saison ganz außergewöhnliche Touren anbieten zu können, traf sich
der Hamburg-Auskenner mit Jörn Jung, dem Hamburg-Cruiser. Ziel der Radtour war eines der modernsten Containerterminals der Welt, der Computer Terminal Altenwerder. Als wir uns am Elbtunnel trafen stärkte sich Jörn bereits mit einem ordentlichen Hafenlümmel und kippte sich direkt ’ne Astra Knolle hinterher. Grandiose Idee! Einmal das Ganze also auch für mich.

Tja, als wir so über die Strecke unserer Radtour schnackten, da hielt doch tatsächlich ein ziemlich dicker Straßenkreuzer direkt vor dem Laden. Wer jetzt vermutet dass diesem Wagen ein in Pelz gehüllter, stilechter Lude mit Brusthaartoupet, Goldkettchen und dicker Rolex entstieg, der liegt verkehrt. Ein recht unscheinbarer älterer Herr cruiste mit seinem blond-gelockten Herzblatt durch die Gegend.

Frisch gestärkt ging es dann tief runter unter die Elbe. Flugs wurde der  Alten Elbtunnel durchquert und kurze Zeit später waren wir mittendrin, im sonntäglich entspannten Hamburger Hafen. An Blohm & Voss vorbei ging es in Richtung Köhlbrand- und Kattwykbrücke. Vorbei an großen Kaffeelagern, Containeryards und der Aurora-Mehl-Mühle erreichten wir das Kraftwerk Moorburg. Dort wird bergeweise Kohle zur Energiegewinnung geröstet und diesen Strom nutzt man dann bestimmt auch zur industriellen Kaffeeröstung. Also alles ganz traditionell im Hamburger Hafen…

Vom 22 Meter hohen Moorburger Berg aus, schauten wir dann auf das Containerterminal Altenwerder hinab. Leider wurde gerade kein großer Pott gelöscht. Das passiert dort alles vollautomatisch. Kein Mensch ist auf diesem Terminal zu sichten, Technik die begeistert.
Radtour Hamburg Jörn Jung

Altenwerder war tatsächlich mal ein lüttes Dorf, welches aber dem Hafen weichen musste. An die dörfliche Idylle erinnert nur noch die Kirche St. Gertrud und der dahinterliegende Friedhof. Himmlische Ruhe ist dort tatsächlich angesagt. Lediglich zwei zwei riesige Windräder zerhackstückeln die Luft dort scheibchenweise. Diese Anlagen sind 198,5 m hoch, haben einen Rotordurchmesser von 127 m und können 7,6 Megawatt Strom erzeugen.

Windrad Altenwerder

Windrad & Kirche

Weiter ging es dann zum Hansaport. Hier werden Erz und Kohle in rauen Mengen entladen und mit Bahnen zum Teil direkt in die Werke der Salzgitter AG verbracht. Die Hafenbahn fährt dort übrigens vollautomatisch. Es ist tatsächlich etwas spooky, wenn sich die kleinen Loks blinkend in Bewegung setzen und in die ebenso vollautomatisch, betriebenen Ladeanlagen einfahren. Kein Mensch weit und breit…nur jede Menge Kohle, Erz und blinkende Hafenbahnen.
Hansaport Bahn

Unter der Köhlbrandbrücke hindurch ging es dann Richtung Bubenday Ufer, einem der Geheimtipps für Hafen-Fotografen.
Von dort lassen sich die Wendemanöver der großen Containerschiffe ganz hervorragend ablichten. Schließlich befindet sich der Containerterminal Waltershof direkt nebenan. Auch für ein Picknick mit atemberaubenden An-und Ausblicken ist dieser Spot bestens geeignet.

Da die Nacht bereits alles in Dunkelheit hüllte, beendeten wir unserer Radtour am Anleger Bubendey Ufer. Wir enterten eine Hafenfähre, schipperten vorbei am Museumshafen Övelgönne und dem Hamburger Fischmarkt in Richtung Landungsbrücken.

Terminal im Hamburger Hafen Abend

Fazit unserer Recherche Radtour: Es gibt im Hamburger Hafen immer wieder Neues zu entdecken und wir werden bald wieder andere verborgene Ecken durchstöbern um dem Hafen seine Geheimnisse zu entlocken…

 Hamburg Auskenner, Radtour Hamburg, Pause

Wer nun neugierig auf den Hamburger Hafen geworden ist, der folgt einfach diesem Link: http://www.hafen-hamburg.de

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